Laserbehandlung in der Dermatologie – Gebündeltes Licht für die Gesundheit

Laser (Light amplification by stimulated emission of radiation, etwa: Lichtverstärkung durch stimulierte Strahlenemission) werden seit ihrer Entwicklung in den 60er Jahren in allen wichtigen Industriezweigen und Technologien eingesetzt. Auch in der Medizin spielen Laser bereits seit Langem eine wichtige Rolle. Das gebündelte Licht wird beispielsweise als besonders effektives Skalpell in der Chirurgie und in der Augenheilkunde eingesetzt.
Eine besondere Bedeutung spielt der Laser bei der Beseitigung von Hautveränderungen, Aknenarben und Gefäßerweiterungen (Teleangiektasien). Auch bei der Entfernung von Tätowierungen wird die Laserbehandlung mit Erfolg durchgeführt.
Besonders oberflächliche gutartige Hautveränderungen wie Warzen oder Fibrome oder Gefäßerweiterungen oder unwillkommener Haarwuchs sind Einsatzgebiete von verschiedenen Lasersystemen, denen gemeinsam ist mittels geringem Nebenwirkungen und Schmerzen hervorragende Ergebnisse zu erzielen
So werden beispielsweise Kohlendioxid-Laser in erster Linie dazu verwendet, erhabene, gutartige Hautveränderungen, oberflächliche Fältchen sowie Aknenarben schmerzarm zu beseitigen. Auch Narben, verschiedene Formen von Warzen, Xanthelasmen (Fetteinlagerungen in den Lidern) sowie Verhornungsstörungen können schonend entfernt werden. Die Energie des gebündelten Lichts trägt die Unregelmäßigkeiten in dünnsten Schichten von drei bis 50 Mikrometern ab. Die Beschädigung der Haut durch Hitze wird auf ein Minimum reduziert.
Zur Behandlung von Gefäßveränderungen wie den sogenannten Teleangiektasien (erweiterte Blutgefäße der Hautoberfläche) kommen langgepulste Neodym-YAG Laser zum Einsatz. Gefäßveränderungen treten hauptsächlich im Gesicht sowie auf den Beinen auf. Dieser Lasertyp kann bis zu zwei Millimeter tief in die Haut eindringen und die roten bis blauen Äderchen derart erhitzen, sodass sie dann vom Körper abgebaut werden.
Eine andere, laserähnliche Behandlungsmöglichkeit bei störenden Gefäßneubildungen bietet das IPL-Gerät (Intense Pulsed Light), das einen energiereichen Lichtblitz aussendet. Die Nebenwirkungen bei der Methode sind gering und etwaige Hautirritationen sind nach wenigen Tagen verschwunden. Zudem erfasst der Lichtblitz im Gegensatz zu anderen Verfahren große Hautpartien bis zu 2,8 Quadratzentimeter pro Lichtimpuls.
Übermäßigem Haarwuchs wirkt der Laser oder das IPL- Gerät entgegen, indem sie die Haarwurzel zerstören. Dies funktioniert am besten bei dunklem Haar, dessen Farbstoff Melanin das Licht absorbieren kann.
Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert die Entfernung von braunen Hautpigmenten, wie Altersflecken oder Tätowierungen.

Dermatologische Lichttherapie
In der Dermatologie macht man sich verschiedene Wellenlängen von elektromagnetischer Strahlung zu Nutzen um bestimmte Hauterkrankungen zu behandeln.
Lichttherapien aus dem UVA/UVB-Bereich werden zur Behandlung entzündlicher Hauterkrankungen eingesetzt.
So können zum Beispiel Schuppenflechte, Atopisches Ekzem, und andere juckende Ekzemformen behandelt werden. Auch zur Behandlung der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) wird UV-Phototherapie eingesetzt. Der Patient stellt sich hierbei zumeist in eine Bestrahlungskabine und wird von allen Seiten gleichmäßig mit sich jeweils verlängernden Bestrahlungszeiten mit UV Licht bestrahlt.
Photodynamische Therapie (PDT)
Diese Behandlungsmethode stellt ein minimal-invasives, spezifisches und hochwirksames Verfahren zur Entfernung von Hautkrebsvorstufen und weißem Hautkrebs dar.
Mittels Sensibilisierung ( Vorbehandlung mit einer speziellen Creme zur kurzzeitigen Erhöhung der Lichtempfindlichkeit) und anschließender Lichtbestrahlung lassen sich mit diesem Verfahren bösartig veränderte Zellen selektiv entfernen. Zugleich ist diese Methode aber auch zur Hautverjüngung geeignet, da sich die gesamte Hautstruktur durch diese Behandlung verbessert.

Weiter Informationen erhalten Sie in unserer Hautarztpraxis in Bad Saulgau.

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